Ein einfacher, aber eindeutiger Test
Wenn niemand im Haus ist und alle Armaturen geschlossen sind, ist eine Bewegung am Wasserzähler ein nahezu sicherer Hinweis auf ein Leck im System. Der Test braucht kein Gerät, dauert zwei Minuten und ist die stärkste Prüfung, bevor man Handwerker ruft.
Der kleine Stern oder die rote Anzeige auf dem Zähler dreht sich auch bei sehr geringem Durchfluss. Selbst wenn sich der Hauptzeiger gar nicht bewegt, bedeutet eine Bewegung dieser Anzeige: Es gibt ein Leck.
Nicht eine Ablesung, sondern eine Reihe
Eine einzelne Ablesung bei einem Besuch sagt nichts. Wertvoll sind Reihen, die bei jedem Besuch gleich abgelesen und protokolliert werden. Zeigen sich zwischen zwei Besuchen 3 m³ Verbrauch, obwohl niemand im Haus war, sind diese drei Kubikmeter irgendwohin geflossen.
Deshalb geben unsere Berichte den Zählerstand im Vergleich zum Vorbesuch an. Die Zahl trägt ihre Bedeutung in der Differenz, nicht für sich allein.
Wo Lecks entstehen
Die Quellen, denen wir am häufigsten begegnen, nach Häufigkeit geordnet:
- Spülkastenmechanik — läuft lautlos und dauerhaft, das häufigste und am wenigsten bemerkte Leck
- Flexibler Anschlussschlauch der Armatur — tropft im Schrank, unsichtbar bis der Boden aufquillt
- Sicherheitsventil von Durchlauferhitzer/Boiler
- Gartenbewässerungsleitung — unterirdisch, hinterlässt an der Oberfläche keine Spur
- Hauptleitung unter dem Estrich — die teuerste und am schwersten zu findende
Die eigentlichen Kosten eines Lecks sind nicht die Rechnung
Eine hohe Wasserrechnung ist ärgerlich, der eigentliche Schaden aber liegt in der Bausubstanz. Wochenlang unter dem Boden laufendes Wasser durchtränkt den Estrich, dringt ins Geschoss darunter und betrifft schließlich Parkett, Putz und Elektroinstallation. Wenn es über die Rechnung auffällt, ist die Sache meist gewachsen.
Der Wert der Zählerablesung liegt darin, das Leck Monate vor der Rechnung zu finden.
