Warum gerade leere Häuser
Die ideale Umgebung für Nagetiere und Schädlinge bietet drei Dinge: Wärme, Deckung und keine Störung. Ein für den Winter geräumtes Ferienhaus liefert alle drei zugleich. Ohne menschliche Bewegung verkürzt sich die Einnistungszeit und die Population wächst schnell.
Ohne Verschließen der Zugänge reicht Bekämpfung nicht
Eine Behandlung verringert die vorhandene Population, doch solange der Weg ins Haus offen bleibt, wiederholt sich das Problem. Deshalb ist die erste Aufgabe, die physischen Zugänge zu finden und zu verschließen.
- Durchführungen der Klimaleitungen — der häufigste Weg, in den meisten Häusern offen gelassen
- Lüftungsgitter — mit Drahtgeflecht versehen
- Kanal- und Bodenabläufe — ein ausgetrockneter Siphon öffnet den Weg
- Spalten unter Türen — 6 mm genügen einer Maus
- Dachboden und Traufanschlüsse
Die unsichtbare Seite des Nagerschadens
Ein von einer Maus angenagtes Kabel bleibt im leeren Haus vielleicht folgenlos. Doch wenn Sie ankommen und der Strom eingeschaltet wird, kann die beschädigte Isolierung zu Kurzschluss und Brand führen. Deshalb sollte in Häusern mit Nagerspuren die Kontrolle der Elektroinstallation vor der Wiedereröffnung Routine sein.
Ebenso zerreißen im Dachboden nistende Nager das Dämmmaterial, und ihr Urin hinterlässt dauerhafte Flecken und Geruch in der Decke.
Die richtige Reihenfolge
Im Rahmen des Winterfestmachens gilt diese Reihenfolge: zuerst wird das Haus geräumt und alle Nahrungsquellen entfernt, dann werden die Zugänge verschlossen, anschließend erfolgt eine langzeitwirksame Behandlung, und zuletzt werden Ködersteine kartiert und platziert. Bei jedem Besuch wird der Verbrauch an den Stationen kontrolliert — Verbrauch bedeutet anhaltende Aktivität.
